Warning: file_get_contents(/mnt/web112/e0/25/51780825/htdocs/wordpress/wp-content/themes/knuffels22/inc/icons.svg): Failed to open stream: No such file or directory in /mnt/web112/e0/25/51780825/htdocs/wordpress/wp-content/themes/knuffels22/header.php on line 29

Himmelwärts

Kosmische Radios, Sternenstaub und jede Menge Süßigkeiten

HIMMELWÄRTS ist das erste Kinderbuch von Karen Köhler. Es ist wunderschön, lustig und traurig, spannend und zart – alles zugleich:

Im Garten unter dem Sternenhimmel machen sich die Freundinnen Toni und YumYum startklar für eine ganz besondere Mission. Nach Anleitungen aus dem Internet haben sie ein Radio zusammengebaut, mit dem sie hoffen, Kontakt zu Tonis kürzlich verstorbener Mutter aufnehmen zu können. Toni hat große Vermissung, und Weltall-Expertin YumYum hat Experimentierlust. Tatsächlich erreichen sie Zanna, eine Astronautin auf der ISS, und sprechen mit ihr über Leben und Reisen im Weltraum und vieles mehr. Währenddessen werden die Snacks, die sich die Mädchen heimlich beschafft hatten, vernichtet und die Nacht vergeht.

In HIMMELWÄRTS erzählt Karen Köhler auf mitreißende, umwerfend komische Weise von Verlust, Ängsten und Trauer auf der einen und von Freude, Freundschaft und Liebe auf der anderen Seite. Und davon, dass alles zusammengehört.

Ab 10 Jahren.

Ameisen in Adas Bauch

Wenn Ada aufgeregt ist, kribbelt es in ihrem Bauch. Das fühlt sich ungefähr an wie hunderttausend bis sieben Millionen Ameisen – so groß ist ein Ameisenstaat. Ob es um Wut auf den kleinen Bruder oder die kneifende Eifersucht auf Leila geht, um ein vielleicht lebendiges Geburtstagsgeschenk oder einen blöden Streit. Zum Glück säuselt es manchmal auch ganz wohlig im Bauch. Dann überkommt Ada ein Schokoladenkuchengefühl und damit Mut, Vertrauen oder das beruhigende Wissen um die unsterbliche Seele eines Huhns.

Stefanie Höfler sammelt in ihrem neuesten Kinderbuch „Ameisen in Adas Bauch“ berührende Alltagsmomente, die von durcheinanderwirbelnden Gefühlen und Stimmungen erzählen, von heiter bis wolkig, von ängstlich bis glücklich. Das ist warm und tröstlich. Die Zuversicht überträgt sich auf die Leser:innen und mit den vielen bunten Luftballons fliegt auch die Angst vor dem ersten Schultag davon.
Entlang der zart-poetischen Bilder und Comics von Philip Waechter entfalten sich kleine Episoden voller Witz und Empathie zu einer großen Vorlese-Geschichte für Kinder ab 5 Jahren. Wunderbar!

Wie rettet man Kunst?

In ihrem Sachbuch „Wie rettet man Kunst?“ berichten die Restauratorinnen Fabienne Meyer und Sibylle Wulff von ihrer Arbeit in den Restaurationsateliers großer Museen. Die Illustrationen und Collagen von Martina Leykamm machen dieses Buch zu einer großen Entdeckungsreise in die Welt der Kunst – für die ganze Familie!

Kunstwerke sind etwas ganz Besonderes und Einzigartiges. Jedes Kunstwerk erzählt seine eigene Geschichte und ist deshalb unersetzlich. Aber manchmal können Kunstwerke beschädigt werden und brauchen dann Hilfe, um wieder wie neu auszusehen. Aber wie stellt man das an? Und warum ist das überhaupt so wichtig?
Die beiden Autorinnen berichten von ihrer spannenden Arbeit mit Mikroskopen, Pinseln und Chemikalien, erzählen von Schadstoffen, Milben, Schmutz und den Auswirkungen von Sonnenlicht.

Kein Lehrbuch, keine Anleitung, aber ein tiefer Einblick mit vielen Hintergrundinformationen und ein ultimativer Kunstrettungsgenuss. Wer weiß, vielleicht hat ja jemand nach der Lektüre plötzlich einen neuen Berufswunsch?

Mein ziemlich seltsamer Freund Walter

Lisa kann aus Altmetall Computer löten und verbringt ihre Abende damit, mithilfe eines Astro-Programms den Weltraum nach extra­terres­tri­schem Leben abzusuchen. Dafür hat sie gute Gründe, denn das Leben, mit dem sie sich auf der Erde herumschlagen muss, ist alles andere als erfreulich: Seit ihre Eltern ihre Jobs verloren haben, bewegen sie sich nur noch vom Bett zum Sofa und zurück; gemeinsame Mahlzeiten, Ausflüge und Gespräche gehören der Vergangenheit an. In der Schule sitzt Lisa allein und liest heimlich Bücher über Physik, in der Pause bemüht sie sich, nicht aufzufallen: ein willkommenes Opfer für Lehrer und Kinder gleichermaßen. 

Doch dann landet eines Abends tatsächlich ein Raumschiff im Wald hinter Lisas Siedlung. Die außerirdische Reisegruppe wirft zwar nur einen kurzen, angewiderten Blick auf die Erde, bevor sie wieder kehrtmacht, aber bei ihrer überstürzten Abreise bleibt einer von ihnen zurück: Klakalnamanazdt, von Lisa kurz Walter genannt. Auf Walters Planet wird vor allem gekuschelt, gespielt und sich umeinander gekümmert; kein Wunder, dass er Lisas Alltag höchst befremdlich findet. Kurzerhand macht er sich daran, in ihrem Leben aufzuräumen – bis Lisa auch ohne fremde Kräfte wieder zurechtkommt.

MEIN ZIEMLICH SELTSAMER FREUND WALTER ist ein furios erzählter und stark illustrierter Comicroman über Freundschaft und kleine Schritte in schwieriger Lage für alle ab 10 Jahren.

Kurz vor dem Rand

Ari heißt eigentlich Arielle, weil ihre Mutter damals auf blöde Disneyfiguren stand, aber das weiß so gut wie niemand. Sie ist 16, lebt mit ihrem Vater Bob zusammen und macht eine Ausbildung als Anstreicherin. Wenn sie nicht gerade arbeitet oder bei ihrem Vater im Laden (für Computerspiele) rumhängt, ist sie im Park zum Skaten. Auf dem Skateboard fühlt sie sich wohl, da kann sie alles vergessen.
Vergessen würde sie gerne vor allem Tom. Tom ist der Neue im Park, super Skater, supercool und sofort mit dem schönsten Mädchen zusammen. Und Ari, Ari weiß nicht, wie ihr geschieht.

Eine echte Liebesgeschichte zwischen einem toughen Mädchen und einem überraschend empfindsamen Jungen, umwerfend wahrhaftig aufgeschrieben von Ari selbst.

Leseglück für Menschen ab 13.

Geniale Ohren

Zum zweiten Mal legt das bewährte Team Lena Anlauf und Vitali Konstantinov eine „kuriose Tiersammlung“ vor. Nach „Geniale Nasen“ geht es um Tierohren. Natürlich haben Wüstenfuchs, Löffelhund und Ohrenigel ihren Auftritt. Aber spätestens wenn erklärt wird, wie die Riesenohr-Springmaus ihre Lauscher beim Weitsprung windschlüpfrig zurückklappt, sonst aber ihr Insektenfutter damit ortet, dann wächst unser Staunen über Details. Anhand der Ohren lernen wir faszinierende Fähigkeiten von 80 Tieren kennen.
Nicht nur wir Menschen signalisieren Gefühle mit roten Ohren, Beutelteufel zeigen damit ihren Stress an und Ratten ihr Glücksgefühl.

Ein ungeahntes Kapitel Zoologie – mit Schalk illustriert und mit Sorgfalt getextet. Ein Muss für kleine und große Tierfreunde ab 6 Jahren.

Der Wolfspelz

Bellwidder Rückwelzer ist ein Schaf. Am liebsten würde er den ganzen Tag lang Brombeeren naschen, den Vögeln beim Singen zuhören und die Sonne genießen. Doch wie viele Schafe hat Bellwidder berechtigte Angst vor dem großen bösen Wolf.

Bellwidder wohnt in einem netten Häuschen in einer einsamen Waldgegend, draußen zeigen sich scharfkrallige, wolfsschnauzige Schatten und lässt sich ein bedenkliches Gejaule hören. Bellwidder versteckt sich in seinem Haus und zieht die Vorhänge zu. Bis er einen kühnen Plan fasst: Er näht sich ein Wolfskostüm. Damit zieht er zufrieden in den Wald und frisst so viele Brombeeren, wie er kann. Und trifft Wölfe. Eigentlich ganz nett, aber nicht, wenn man ein Schaf ist. Dann passiert, was passieren muss, das Wolfskostüm hat einen Riss, die Schafwolle quillt heraus. Man hält es kaum aus vor Spannung …

Ein Lieblingsbuch. Weil es so liebevoll gestaltet ist – irgendwo zwischen Graphic Novel, Comic und Bilderbuch. Hinreißend illustriert, dunkel, aber nicht düster, humorvoll, detailreich und unglaublich warm. Und weil die Idee so schön ist, dass die anderen auch bloß bluffen. Und wir uns erst näher kommen, wenn wir uns so geben, wie wir wirklich sind. Auch wenn das dann Mut kostet.

Für alle Kinder ab sechs Jahren – und alle erwachsenen Vorlesenden.


Rattensommer

Erste Liebe, Freundschaft, Zukunftspläne: Manchmal ändert so ein Sommer einfach alles. So ist es jedenfalls bei Lou in Juliane Pickels Jugendroman „Rattensommer“. Erst war Lou nur mit Sonny beste Freundinnen seit gefühlt immer, dann ist da auf einmal mehr zwischen den beiden und plötzlich holt sie die Vergangenheit ein und alles wird komisch. Doch es geht um so viel mehr als nur Freundschaft und Verliebtsein. Es geht auch um Trauer, Wut, Rache, Mut, Vergebung und letztendlich das, was sich Erwachsenwerden nennt. Eine aufwühlende und wortstarke Geschichte für Menschen ab 14.

„Das Buch war super!“, schreibt unsere Jugendbuchexpertin Eva (14 ). „Während eines immer heißer werdenden Sommers kommen sich die beiden Freundinnen Lou und Sonny näher. Doch als der Mörder von Sonnys Mutter plötzlich freikommt, werden sie auseinandergerissen. Lou muss lernen alleine klarzukommen, was man sehr intensiv durch ihre Gedanken und Gefühle erfährt, in die man sich sehr gut reinversetzen kann. Man spürt während des Lesens förmlich die Hitze und den Schweiß auf Lous Haut und ihre Verzweiflung, Sonny zurück zu bekommen. Genau das ist es, was mir an dem Buch so gefallen hat: das Mitfiebern und Mitfühlen, die Atmosphäre des heißen Sommers  zu spüren und natürlich die sehr krasse und ergreifende Geschichte. Außerdem ist es sehr vielfältig, eine Freundschaft verschmilzt in Liebe, ein Tod soll gerächt werden und alles droht auseinander zu fallen.“

Trip mit Tropf

Der olle Jäger hat dem Wolf schon eine Schusswunde verpasst und lässt nicht locker, spürt ihn sogar im Waldkrankenhaus auf. Dort lenkt ausgerechnet Nachbarpatient Kaninchen die Kugel ab und rettet Wolf das Leben. Und jetzt? Ist er für den kranken Mickerling verantwortlich, Wolfskodex.

Und so beginnt dieser wahnwitzige Roadtrip der beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz der Flucht vor dem Jäger kümmert sich der Wolf liebevoll um seinen kranken Begleiter und versorgt ihn fürsorglich mit seinen lebenswichtigen Infusionen. Der Kodex befiehlt es schließlich, und der steht außer Frage! Mit schrägem Humor und viel Charme lässt uns Josephine Mark durch Autodiebstahl, Kneipenschlägereien, finstere Motels und Bärenhöhlen, meterlange Medikamentenpläne und eiskalte Nächte mitbangen, ob die Zwei es schaffen werden, alle Widrigkeiten auszutricksen. Und um es schlussendlich vielleicht doch zu einer Freundschaft kommen zu lassen?

„Trip mit Tropf“ ist ein großartiger Comicwälzer, genial erzählt, aufwendig und einfallsreich gezeichnet und überhaupt wird viel zu selten auf diese Weise über Krankheit geschrieben: unerschrocken, höchst amüsant, warmherzig und tröstend zugleich.

Ab 11 Jahren und dann für absolut jedes Alter.